Sabrina
Front Office Manager
„Das Geheimnis, um meine Arbeit gut zu machen? Ein Lächeln im Gesicht und stets eine Lösung parat.“
Die Legende des Liebesknotens in Borghetto sul Mincio
Haben Sie schon einmal von der Legende “Der Liebesknoten” in Borghetto sul Mincio gehört? Kommen Sie mit, wir erzählen sie Ihnen.

Man erzählt sich, dass das Wasser des Mincio niemals nur normales Wasser war. Man sagt, dass unter der Oberfläche wunderschöne Nymphen wohnen, antike Geschöpfe, die durch einen alten Fluch gezwungen sind, ab und zu die Gestalt von schrecklichen Hexen anzunehmen, wenn sie aus dem Wasser auftauchen, um am Flussufer zu tanzen.
Genau dies geschah in einer ruhigen Nacht, während in einem Lager die Soldaten in der Nähe des Flusses schliefen. Im Dunkeln begannen gruselige Figuren sich zu bewegen: die Hexen tanzten zwischen den schlafenden Männern, leicht und unheimlich. Nur Malchus, der Hauptmann, erwachte.
Als er die Figuren erblickte, floh er nicht, sondern sprach sie an. Als sie merkten, dass sie entdeckt worden waren, flohen sie schnell zum Fluss Mincio. Malchus gelang es, eine von ihnen einzuholen, und sie verlor im verzweifelten Versuch, freizukommen, ihren Umhang. Unter diesem Mantel war keine Hexe, sonder eine unwahrscheinlich schöne Nymphe. Sie hieß Silvia.
In der kurzen Zeitspanne dieser Nacht verliebten sich Malchus und Silvia. Eine unerwartete und uneingeschränkte Liebe. Die Morgendämmerung überraschte sie, während sie sich ewige Treue schworen. Aber Silvia konnte nicht bleiben. Sie musste vor Sonnenaufgang in die Tiefen des Flusses zurückkehren. Bevor sie in die Fluten tauchte, ließ sie Malchus ein Seidentuch zurück, das zart geknotet war, als Pfand ihrer Liebe.
Am nächsten Tag erschienen im Schloss des Conte di Virtù drei herrliche Gesandschaften. Während des Empfangs tanzten einige junge Mädchen zu Ehren der Gäste. Unter ihnen erkannte Machus Silvia wieder. Die Liebe der beiden hatte die Furcht besiegt: die Nymphe hatte sich entschieden, die turbulente Welt der Menschen anzugehen. Die Blicke, die sich die beiden zuwarfen, blieben nicht unbemerkt.
Isabella, eine vornehme Dame und Kusine des Grafen, die schon lange nach der Liebe des schönen Hauptmanns trachtete, bemerkte die Blicke. Von Eifersucht geblendet denunzierte sie Silvia als Hexe.
Malchus stellte sich zwischen Silvia und die Wachen, so dass sie zum Fluss hin entkommen konnte. Dann ergab er sich und übergab dem wütenden Grafen sein Schwert.

Als es Abend wurde, kam Isabella zu Malchus in seine Gefängniszelle. Sie bereute ihre Tat und bat um Vergebung. Aber während des Gesprächs kam Silvia noch einmal aus dem Fluss, um den Geliebten zu retten. Ihre Gegenwart zwang Isabella, sich niedergeschlagen zurückzuziehen. Daraufhin schlug Silvia Malchus den einzigen möglichenAusweg vor. Nicht auf dieser Erde, wo es für sie beide kein Glück geben konnte, sondern im Wasser des Mincio, bei den Nymphen. Malchus sagte ohne Zögern zu.
Die beiden machten sich zusammen auf den Weg zum Fluss. Der Conte di Virtù, von den Wachen allarmiert, folgte ihnen, wurde jedoch von Isabella aufgehalten, die dieses Mal um Respekt und Verständnis für diese Liebe bat. Als der Graf am Ufer ankam, hatten sich Silvia und Malchus schon ins Wasser gestürzt. Am Ufer fand er nur das goldene Seidentuch, das symbolisch geknotet war: das Zeichen der Liebe, das die beiden Liebhaber zurückgelassen hatten.
Heutzutage erinnern sich die Mädchen dieser Gegend an Festtagen an Silvia und Malchus, indem sie einen Teig ausrollen, der dünn wie Seide ist, und ihn dann wie ein Tuch schneiden und knoten, mit einer delikaten Fleischfüllung. So sind die Tortellini di Valeggio entstanden.

Der Legende entgegengehen
Valeggio sul Mincio und Borghetto sind etwa 25–30 Minuten vom ColorHotel entfernt. Eine kurze Entfernung, die leicht zu einer kleinen Reise in der Umgebung wird.
Sie können mit dem Auto hinfahren, oder einen langsameren Rhythmus wählen: mit dem Fahrrad, durch die Landschaft von Bardolino bis Borghetto sul Mincio. Hin und zuück sind das ungefähr 57 km, die richtige Zeit, um sich vom See überraschen zu lassen, der sich entfernt, von der ländlichen Gegend, die sich ausbreitet, von den Dörfern, die unerwartet auftauchen.

Für diejenigen, die etwas Komfort und Leichtigkeit bevorzugen, gibt es die elektrischen E-bikes des ColorHotels. Die Reise bleibt, aber die Anstrengung wird weniger. Vom See zum Fluss, von der Gegenwart zu einer Geschichte, die auch heute noch spricht.
